Schuldig aus Mangel an Beweisen – sowas wie ein Rant über Medien, Polizei und imaginäre Gewalttäter

Da tauchte auf einmal eine Zahl aus dem Nichts auf, von der keiner genau wusste, wie sie zustande kam und die mit anderen bekannten Zahlen nicht zusammen passte. Trotzdem stürzten sich einige wie die Irren auf sie und trugen sie vor sich her wie die Römer ihre Standarten.

Ich rede hier nicht von der magischen Grenze von 90% Staatsverschuldung, die die Wirtschaftspolitik der letzten paar Jahre geprägt hat und die letztlich nur dadurch entstand, dass jemand Excel nicht bedienen konnte.

Ich meine die angeblichen 300 gewaltbereiten Fans, die den Wuppertaler SV auswärts begleiten sollen.
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Zur Begrüßung deeskalierend in die Fresse hauen -update-

Das scheint die aktuelle Strategie der NRW-Polizei und des Innenministeriums im Umgang mit Fußballfans zu sein.
Anders kann ich mir zumindest nicht die Schlagzeilen der letzten Tage erklären. Im Ruhrgebiet durchsucht die Polizei mehrere Wohnungen von Duisburger Ultras um Sprühflaschen sicherzustellen und meldet[1] mit stolz geschwellter Brust 30 Sprühdosen und 105 „Polenböller“ (vermutlich das Gleiche wie „Chinaböller“ oder „Böller“, klingt aber gefährlicher) sichergestellt zu haben. Man möchte dies auch als Zeichen dafür sehen, in den Stadien kein Feuerwerk zu tolerieren. Gut, der Zusammenhang zwischen Graffiti, Böllern (Wikipedia kennt leider keine Polenböller) und Feuerwerk erschließt sich vielleicht nicht unbedingt auf den ersten, zweiten, oder dritten Blick, aber die Polizei wird schon wissen, was sie da sagt.
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Anträge für die Mitgliederversammlung des Wuppertaler SV

Folgende 2 Anträge gehen übers Wochende per Einschreiben an die Geschäftsstelle des Wuppertaler SV. Die Mitgliederversammlung ist am 13.03.2013, bis zum 27.02.2013 kann man noch Anträge stellen.

Falls jemanden Fehler auffallen, bitte ich darum mir diese kurz mitzuteilen. Unabhängig davon werden die Anträge noch auf rechtliche Wasserdichtigkeit geprüft.

Die Anträge gibt es hier als PDF, oder unter Weiter als Volltext.

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Kommentar zum Rücktritt von Friedhelm Runge als Vorsitzender des Wuppertaler SV

Die Chance nutzen

Der Rücktritt von Herrn Runge ist, sofern er es diesmal Ernst meint, in meinen Augen die größte Chance seit Jahren, den WSV wieder zu einem Verein zu machen, auf den die Wuppertaler stolz sein können und der für die Stadt ein positiver Werbeträger ist.
Diese Chance darf man nicht dadurch vergeben, dass man sich persönlichen Animositäten hingibt, nachtritt, und gegeneinander, statt miteinander arbeitet.
Deswegen möchte ich Herrn Runge für sein großes Engagement für den Verein und dafür, dass er diesmal zurücktrat, bevor es zu einer medialen Schlammschlacht gekommen ist, danken. Ich wünsche ihm, dass er in ein paar Jahren sagen kann, dass dies der richtige Schritt war und der neue WSV ein Verein ist, auf den auch er stolz sein kann.
Mein Appell an den Verwaltungsrat lautet: nehmen sie die Fans mit ins Boot, lassen Sie sie aktiv den Neuanfang des Vereins mitgestalten und schaffen sie Transparenz in den Vereinsfinanzen, um neuen Sponsoren und Verantwortlichen den Einstieg zu erleichtern.
Wir leben in einer Zeit, in der allein das Versprechen von Transparenz und Mitbestimmung einer Partei, mit minimalen finanziellen Mitteln, zum Einzug in 4 Landesparlamente gereicht haben.
Wir leben in einer Zeit, in der der 1 FC. Lokomotive Leipzig allein von seinen Fans aus der 11. wieder in der 4. Liga, getragen wurde.
Wir leben in einer Zeit, in der Rot-Weiss-Essen seine 25 Millionen Euro Schulden abbauen konnte und mittlerweile, mit kleinem Budget, aber motivierten Leuten, über dem WSV spielt.
Auch wenn die nächsten Monate und Jahre sicher hart werden, kann auch der WSV die Wende schaffen. Wenn jeder seinen Beitrag leistet, wird er am Ende stärker denn je dastehen.

Ich bin bereit meinen Beitrag zu leisten und bin am Freitag wieder in den Verein eingetreten und wünsche mir, dass möglichst viele das Selbe tun.

Christian Nissen, Dortmund